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Ein Beitrag aus Volume 3

 

Social Media

Social Media @ Point of Sale

Das ist die neue Herausforderung für den POS-Bereich. Die Verschiebung der Kommunikation in den digitalen Bereich effektiv „on the ground“ zu nutzen. Wir haben uns einige Möglichkeiten angesehen.

Nachdem sich social media bereits in unserem Alltag festgesetzt hat, ist die Verknüpfung der Offline- und Onlinemedien der nächste logische Schritt. Zwei verschiedene „Welten“ mit  Vorteilen und Grenzen gegenüber der anderen. Diese zu verknüpfen, ergibt die Möglichkeit mit der Zielgruppe auf eine völlig neue Art in Berührung zu kommen. Der Lohn: durch Innovation ein modernes Image, für den Kunden eine neue Art des Konsums und durch die social networks Empfehlungsmarketing aufgrund von Produktwerbung der Endkunden. Das klingt natürlich alles sehr vielversprechend, nur wie geht man das Ganze an?

Der Generous Store

Ein konkretes Beispiel, wie es funktionieren kann, ist der Schokoladeproduzent Anthon Berg  aus Dänemark. Im Generous Store können Facebook-User Schokolade „kaufen“, indem sie sich als Gegenleistung einem nahestehenden Menschen als großzügig erweisen. Diesen Gefallen müssen die Käufer über Facebook Ihrer Community zeigen – natürlich in Verbindung mit dem Produkt, das sie „erworben“ haben. Auf der einen Seite konnte man so die Aufmerksamkeit auf die Marke richten, das Image weiter profilieren und vor allem den Flagship-Store in den Mittelpunkt stellen.

http://www.youtube.com/watch?v=_cNfX3tJonw

Near field communication (NFC)

Bereits im breiten Einsatz zu finden ist die NFC Technologie (near field communication), die es ermöglicht Daten und Informationen über Funktechnik zu übertragen. Die meisten kennen diese Technologie aus diversen kontaklosen Bezahlsystemen. Die Tatsache, dass dieses System in fast allen gängigen Smartphones integriert ist, ermöglicht es uns etliche Einsatzgebiete für den POS-Bereich zu nutzen. 

Ein interessantes Beispiel ist das Smart-Poster oder Smart-Label. Hier kann man einige Elemente am POS gut umsetzen. Geben Sie den Shop-Besuchern die Möglichkeit mit dem Smartphone schnell und direkt über Facebook oder Foursquare einzuchecken, um so Empfehlungsmarketing zu betreiben, oder binden Sie multimediale bzw. interaktive Elemente in Produktdarstellungen und Preisschilder ein. Einfach das Handy an das Smart-Poster halten, der Marke folgen und Gutschein sichern.

Natürlich gibt es auch Aspekte an dieser Technologie, die nicht unbedingt positiv wahrgenommen werden. Neben der Datenschutz- und Sicherheitsfrage, die immer wieder im Raum steht, ist es für die Marketer ganz wesentlich zu wissen, dass die NFC-Technologie auf maximal einen Meter Reichweite Daten versenden kann, was natürlich das Einsatzgebiet etwas einschränkt und eine konkrete Handlung des Kunden voraussetzt.

Bluetooth low energy (BLE)

Sehr vielversprechend ist das neue von Apple iniziierte iBeacon System, das auf der sogenannte BLE Technologie basiert. Einerseits beansprucht es im Gegensatz zu NFC nicht so sehr die Batterie des Smartphones, andererseits sind die Reichweiten viel höher. BLE wurde bereites 2006 von Nokia ins Leben gerufen und konnte auch in diversen Anwendungsbereichen erfolgreich umgesetzt werden, für den POS-Bereich ist es jedoch erst durch iBeacon wirklich relevant geworden. 

Stellen Sie sich vor sie haben die Möglichkeit Kunden bereits in einer Entfernung von 30 Metern zum Shop direkt über das Smartphone anzusprechen. Das eröffnet uns natürlich ganz neue Dimensionen und fördert die Kundenfrequenz wenn man diese Technologie richtig einsetzt. Denn diese Entwicklung lässt uns erkennen, wie weit sich die Person vom Shop entfernt befindet, das wiederum ermöglicht eine stufenweise Kommunikation über Push-Nachrichten. Somit kann man Kunden über neue Produkte oder Angebote informieren, Gutscheinaktionen integrieren und mittels Verknüpfung zum social media Bereich erfolgreiches Empfehlungsmarketing betreiben.

Natürlich sind auch hier aus technischer Sicht die Aspekte Datenschutz und Sicherheit wichtige Themen. Für die Marketer ist ebenso zu beachten, dieses System nicht inflationär einzusetzen und dem Kunden die Möglichkeit zu geben, die Intensität der Kommunikation beeinflussen zu können.

Abschließend kann man jedoch ein sehr positives Bild für diesen Einsatzbereich zeichnen und wir sind gespannt was sich hier in den nächsten Jahren noch so tun wird.

Im nächsten Volume werden wir das Thema social media @ POS fortführen und unter Anderem das so genannte 'Geofencing' unter die Lupe nehmen.

 

 

Beitrag von: MILAN

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